Energiecontracting
27. Juli 2016
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So können Sie sicher Energiekosten sparen

“Wir werden Ihnen kostenlos eine Dampfmaschine zur Verfügung stellen, sie installieren und warten. Wir garantieren Ihnen, dass die Kohle für die Maschine sie weniger kosten wird, als das Futter für die Pferde, die derzeit die gleiche Arbeit für Sie verrichten. Alles, was wir von Ihnen erwarten ist, dass Sie uns an der Ersparnis beteiligen.”
James Watt (1736-1819), Verbesserer der Newcomenschen Dampfmaschine und Erfinder des Contractings

James Watt
James Watt (1736-1819)

Von der Dampfmaschine zur Moderne

James Watt ist berühmt für die Dampf­ma­schine, doch er hatte sie nicht erfunden. Erste Dampfmaschinen gab es schon in der Antike und auch zu Watts Zeiten war die Newcomen Dampfmaschine bereits im Ein­satz, um Bergwerksschächte zu entwäs­sern. Doch sie war sehr in­effi­zient. Kein Wunder, sollte es doch noch beinahe hun­dert Jahre bis zur For­mulierung der Gesetze der Ther­mo­dy­namik dauern.
Als Watt 1763 eine Dampfmaschine reparieren sollte, stellte er fest, dass gän­gige Modelle einen Großteil Ihrer Energie verschwendeten, indem Sie den Ma­schi­nenzylinder abwechselnd zur Er­zeu­gung von Dampft erhitzten und an­schlie­ßend zur Kompression abkühlten, um ihn im nächs­ten Zyklus wieder zu erhitzen. Watt konnte mit dieser Erkenntnis den Wirkungsgrad ver­drei­fachen: Auf drei Prozent. Das klingt nach wenig, doch es rei­chte, um die indus­tri­elle Revolution ein­zuleiten.
Trotz der Innovationsleistung wurde erst 1776 die erste Dampfmaschine von Watt industriell ein­gesetzt. Denn der Weg dahin war steinig. Viele scheuten die Investition in eine neue, unerprobte Technologie, also ersann Watt das Contracting und garan­tier­te seinen Kunden eine Kosten­re­duktion gegen Betei­ligung. Möglich machte dies der Effi­zienz­gewinn.

Der Contractingmarkt

Auch heute ist vielerorts ineffiziente Technik im Einsatz, laut Erhebung des Schornsteinfegerhandwerkes sind fast 70 Pro­zent aller Heizkessel ineffizient und veraltet, doch auch ein moderner Brenn­wertkessel ist nicht so effizient wie ein Block­heizkraftwerk (BHKW), schon gar nicht wirt­schaftlich betrachtet.‘
So erzeugt ein Heiz­kessel nur Wärme. Eine Kilowatt­stunde Wärme ist am Markt zwischen fünf und zehn Cent wert. Ein BHKW mit seinen Wirkungsgraden von mehr als 90 Prozent (bezogen auf den oberen Heizwert) er­zeugt zudem Strom, der mehr als doppelt so wertvoll sein kann.
Doch BHKW-Technik ist teuer und schwer zu planen. Die wenigsten Heizungs­techniker kennen sich damit wirklich aus und veranschlagen daher hohe Risiko­zu­schläge für die Gewährleistung, falls etwas schief läuft. Auch steuerliche Abschreibung und staatliche Förderung sind kompliziert. So wird aus dem Kosten­spar­modell schnell eine teure Sache.
Wer also die Investition scheut oder wem das Knowhow fehlt, sollte sich einen Con­tractor ins Haus holen, der ihn mit Energie versorgt. Dieser übernimmt die Investition und Planung und garantiert später den sicheren Betrieb. Da ein Contractor nur verdienen kann, wenn die Technik auch effizient funktioniert, profitiert der Kunde von gleichgelagerten Interessen.
Doch ist Contracting eine langfristige vertragliche Bindung. Wer sich für ein kon­kretes Contracting­an­gebot interessiert, sollte zum einen alle veranschlagten Kos­ten im Blick haben und zum anderen darauf achten, dass zu­künf­tige Preisanpassungen unabhängig indi­ziert sind, das heißt über die Laufzeit mit den vom statistischen Bun­desamt ver­öffent­lichten Preise trans­parent steigen und sinken.

James Watt by Sir William Beechey (Bild)

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